Wie alles begann



Nach dem schweren Abschied von unserem geliebten Hund Azzo, der uns 16 Jahre lang ein treuer und geliebter Gefährte war,
entschieden wir vorerst, keinen weiteren Hund zu nehmen, weil Azzos Persönlichkeit nicht zu ersetzen war und ist.
So verging der Sommer und ich erkannte, dass dies die ersten Monate in meinem Leben waren, seit ich 3 war, die ich ohne Hund an meiner Seite verbrachte. Und es begann mir etwas sehr intensiv zu fehlen,...
...der Hund an meiner Seite!

Keine Frage, Azzo galt es nicht zu ersetzen, wie auch meine Hunde davor nicht ihre Vorgänger ersetzt hatten.
Aber eine neue Liebe zu einem Vierbeiner war nötig geworden. Und so kam es, dass ich an einem schönen Herbsttag, bei einem Familienausflug auf einer Alm in Niederösterreich, eine Hunderasse kennen lernte, die mich von da an nicht mehr los ließ.
Unter den vielen Gästen in dem Schutzhaus am Berg saß eine Dame mit einer wunderschönen kleinen Hündin, die aussah, wie mein Langhaarcollie Lord, den ich als Bub zum besten Freund gehabt hatte. Ich konnte meine Augen von der bezaubernden kleinen Schönheit nicht mehr abwenden und beschloss, mit der Besitzerin über ihren Hund zu sprechen. Natürlich setzte ich mich nicht neben die Frau, sondern auf den Boden zu meiner neuen Freundin, die mich sofort auf hundfreundlichste Weise begrüßte und ihr Plätzchen auf meinem Schoß einrichtete.
Von da an war es für mich klar: Internet, Sheltie, was gibt es da alles zu erfahren.

Meine Frau war, so wie bei Azzo auch, anfangs nicht so zu begeistern, weil eben klein wie ein Spitz, kein Schutzhund eben. Aber nach ausgiebigen Internetrecherchen war sie auch über die Farbenvielfalt überrascht und wir begannen, uns nach Züchtern umzusehen.
Frau Brenner vom Club der britischen Hütehund gab uns gleich die entscheidende Adresse bekannt,
mit der wir sofort Kontakt aufnahmen: Manuela Schäffel mit ihren Summergarden Shelties!
Es war der allererste Kontakt meiner Familie mit dieser Hunderasse, vor Allem mit Welpen. Und Manuela Schäffel, mit ihrer großen Familie, führte uns mit ihrem profundem Fachwissen in die Welt der Shetland Sheepdogs ein. Nun war es für uns alle klar.
Ein Sheltiemädchen soll es sein und kein anderer Hund! Manuelas Welpen, stellte sich am selben Tag heraus, waren leider alle vergeben, doch sie empfahl uns eine sehr liebe Züchterin in Kärnten, deren Blue Merle Hündin, auch eine Tochter aus ihrer Zucht, gerade Welpen hätte.
Liselotte Kaiser mit ihren Kärntnerland Shelties. Daheim angekommen nahmen wir sofort tel.
Kontakt mit Lilli Kaiser auf und als wir dann über ihre homepage ihren B-Wurf kennen lernten, war uns die Entfernung egal geworden.
Ein Bi-blue Mädchen mit einem braunen und einem blauen Auge. Blue Luna vom Kärntnerland.
Den Namen Luna konnte wir uns sogar noch aussuchen. Ohne sie noch persönlich kennen gelernt zu haben, sagten wir zu und warteten ungeduldig auf den Tag der Abholung. Lilli Kaiser und ihr Mann, `der Kaiser´ eben, empfingen uns sehr herzlich bei einer Brettljause und wir lernten ihre vielen Hundchen kennen. Alles machte auf uns einen sehr seriösen und professionellen Eindruck, obwohl es sich um eine Hobbyzucht handelt.

Nachdem wir die Abholung etwa in der 9. Woche mit unserem Skiurlaub verbunden hatten, ließen wir Luna Zeit, sich an uns etwas zu gewöhnen und besuchten sie bis zum Abholtag noch 1,2mal.
Als der Tag gekommen war, fiel es Lilli schwer, ihr lieb gewonnenes Hundebaby zu übergeben.
Sie war sichtlich traurig und übergab mir Luna mit einem schnellen Abschied.
Das zeigte uns noch mal, dass wir die richtige Wahl getroffen hatten.

Denn nur jemand, der mit dem Herz dabei ist und nicht wegen des Geldes züchtet, ist ein wahrer Hundefreund.
Mit den Kaisers verbindet uns seither eine gute Freundschaft.
Gerne verbringen wir immer wieder ein paar Urlaubstage in der Nähe der Kärntnerland Shelties.

Und Luna?
Die ist unser erster Sheltie-Star!